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Salzburger Charme

01.10.2010

Mit der Zusammenführung von AUGUSTIN Network und Quehenberger Logistics gelang Christian Fürstaller einer der großen Branchen-Coups dieses Jahres. Der Unternehmer und Ex-Fußballnationalspieler Österreichs entschied sich gleichzeitig für ein Gesamtpaket aus Actros und Finanzdienstleistungen von Mercedes-Benz

 

Christian Fürstaller, Jahrgang 1964, absolvierte Ausbildungen zum Kunstschmied, Schlosser und Landmaschinenmechaniker, bevor er 1984 als Hilfsbuchhalter in die Quehenberger Logistikgruppe eintrat. Sechs Jahre später war er bereits Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Prokurist. Nebenher war Fürstaller Verteidiger beim SV Casino Salzburg. Mit seinem Verein wurde er zweimal Österreichischer Meister, nahm am UEFA-Cup-Finale teil und spielte in der Champions League. Fünfmal trat er zu Länderspielen der Nationalmannschaft an – als letzter Halbprofi. 1996 stieg Fürstaller aus dem Fußballgeschäft aus. 2001 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden von Quehenberger ernannt. Nach dem Verkauf der Unternehmensgruppe an die Thiel Logistik AG wurde er auch in deren Vorstand aktiv. Ende 2003 wechselte er zu TNT Logistics und wurde hier CEO für Zentral- und Osteuropa. Mit dem Erwerb von AUGUSTIN Network und der re-gebrandeten Quehenberger Logistics führte er als geschäftsführender Gesellschafter 2009 und 2010 zwei traditionsreiche Salzburger Unternehmen zusammen. Er selbst hält 45 Prozent der Anteile.

 

GROSSFLOTTEN

„2010 ist unser Jahr des Aufschwungs!", sagt Christian Fürstaller und zeigt einmal mehr sein charmantes Lächeln. Im Salzburger Land ist der Mann eine Berühmtheit, in ganz Österreich kennt den Ex-Nationalspieler jeder Fußballfan – und in der Logistikbranche bewundern ihn wohl auch seine schärfsten Konkurrenten. Vor Kurzem ist dem 45-Jährigen ein strategischer Schachzug gelungen, der ihn in die Lage versetzt, sich mit Standorten in halb Europa als Komplettanbieter logistischer Dienstleistungen zu positionieren. „Wir verbinden die Produktivität eines Mittelständlers mit dem Know-how eines Großkonzerns", sagt er. Christian Fürstaller hat die beiden großen Namen AUGUSTIN und Quehenberger unter einem Dach vereint. Mitten im Krisenjahr 2009 hatte er zusammen mit seinem Partner Rodolphe Schoettel die renommierte, aber angeschlagene Lkw Augustin Spedition gekauft und in AUGUSTIN Network umbenannt. Mit einer Flotte von rund 900 Lkw handelt es sich dabei um eines der führenden Transportmanagement- Unternehmen Österreichs. „Aber ich bin nicht angetreten, um AUGUSTIN lediglich zu sanieren", sagt Fürstaller. Keine Entlassungen, keine Stilllegung von Fahrzeugen – stattdessen Expansion. Im März dieses Jahres akquirierte er von Logwin (ehemals Thiel Logistik) die Landverkehrs- Aktivitäten (Straße und Schiene) in Osteuropa sowie das österreichische Stückgut- Netzwerk. Dabei handelt es sich um nichts anderes als die anno 2000 in der Thiel Logistik AG aufgegangene Quehenberger Logistikgruppe – wo Fürstaller selbst 1984 als Bilanzbuchhalter seine Laufbahn begann und es bis zum Vorstandsvorsitzenden brachte. Damit schließt sich quasi der Kreis. „Wir kreieren jetzt genau die Logistikgruppe, die wir uns vorstellen", sagt Christian Fürstaller. Die Voraussetzungen dafür sind gut, denn die beiden Unternehmensteile ergänzen sich vortrefflich: AUGUSTIN als Spezialist für Teil- und Komplettladungen und intermodale Verkehre mit eigenem Fuhrpark und Fokus auf Westeuropa, Quehenberger mit den Schwerpunkten Spezialnetzwerke, Charter-Business, Kontraktlogistik und Osteuropa. In Zahlen ausgedrückt: 360 Millionen Euro Umsatz, 2.100 Mitarbeiter, 76 Standorte in 16 Ländern.

 

Drei neue Geschäftsführer und dazu etwa 20 weitere Führungskräfte und Spezialisten hat Fürstaller an Schlüsselpositionen der Gruppe eingesetzt. „Allesamt Leute, die ich in meiner Zeit bei Thiel, TNT, CEVA Logistics und anderen Unternehmen persönlich kennengelernt habe und die Erfahrung im Management bei Global Playern mitbringen", erzählt der umtriebige Unternehmer. Über eine „Preferred Partnership" mit Logwin haben die Kunden von AUGUSTIN und Quehenberger überdies Zugang zu einem weltweiten Air-Ocean-Netzwerk. Der eigene Fuhrpark unter der Marke AUGUSTIN bleibt dabei ein wichtiger Baustein in der Strategie. Dass der Stern hier mittlerweile eine dominierende Rolle einnimmt, ist auch das Verdienst von Gabi Schmidhäuser und Roland Leitner. Gabi Schmidhäuser leitet die Abteilung Vertrieb/Marketing Nutzfahrzeuge bei der Mercedes-Benz Österreich Vertriebsgesellschaft, Roland Leitner zeichnet verantwortlich für Vertrieb und Customer Service der Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH. „AUGUSTIN Network ist sowohl vertriebs- als auch finanzierungsseitig unser wichtigster Kunde", unterstreicht Schmidhäuser. Ende 2007 gelang es der Doppelspitze – im Verein mit dem Verkaufsleiter des Mercedes-Benz Vertragshändler Pappas, Klaus Nieder – erstmals, den Actros in der AUGUSTIN-Flotte zu etablieren. „Zu den bisherigen 360 Einheiten kommen dieses Jahr noch einmal 220 hinzu", erläutert Leitner. „Der dreijährige Rahmenvertrag beinhaltet unter anderem Leasing, Nutzenleasing mit garantiertem Restwert und Garantieverlängerung." Christian Fürstaller gibt unumwunden zu, dass er „persönlich eher MAN-minded" war. „Aber das Gesamtpaket von Mercedes- Benz hat einfach gepasst. Eine hohe Produktqualität gepaart mit einer absolut transparenten Finanzierungslösung – das macht uns wettbewerbsfähig", begründet Fürstaller die Entscheidung. „Hinzu kommt, dass wir mit Biodiesel fahren, und da hat der Actros die Nase vorn. Praktisch ist, dass wir FleetBoard auch für unsere MAN-Trucks nutzen können. Mit am wichtigsten ist allerdings die menschliche Komponente: Die individuelle Betreuung ist einfach hervorragend. Mercedes-Benz hat den partnerschaftlichen Weg gewählt."

 

Das kommt der charme-offensiven Herangehensweise Fürstallers an sein Geschäft natürlich entgegen. Aber es gibt auch die strikt rationale Seite des Unternehmers, und hier lautet sein Zauberwort: Standardisierung. „Egal ob in Russland, Österreich oder sonst wo: Wir verkaufen unseren Kunden überall die gleichen Produkte mit den gleichen Prozessen und den gleichen Systemen", erklärt er. „Erst die letzten 15 Prozent der Leistung sind maßgeschneidert." Auch im Trailerpark von AUGUSTIN Network will Fürstaller aufräumen. „Der war bislang sehr heterogen, was in der Disposition Schwierigkeiten macht. Hier wollen wir jetzt vereinheitlichen." Obwohl die Umstrukturierung in der AUGUSTIN QUEHENBERGER GROUP erst begonnen hat, sieht Fürstaller in den Bilanzen schon eine deutliche Aufhellung. „2010 hat sich besser entwickelt als wir das erwartet hatten", zeigt er sich zufrieden. „Zwischen April und Juni hatten wir sogar mehr Aufträge, als wir annehmen konnten. Vor allem Quehenberger trägt aufgrund der ausgezeichneten Performance in Österreich zu der guten Entwicklung bei. Beide Unternehmensbereiche sollen 2011 profitabel arbeiten. Für Christian Fürstaller ist das Engagement bei AUGUSTIN und Quehenberger eine Herzensangelegenheit und auf Langfristigkeit angelegt. „Es geht nicht um das schnelle Geld", stellt er klar. Dass seine Prominenz ihm beim Unternehmensaufbau hilft, liegt auf der Hand. „Dennoch bin ich lieber beim Kunden als im Rampenlicht der Öffentlichkeit", sagt Fürstaller. Kundenzufriedenheit steht für ihn an erster Stelle. Und gleich danach kommt die Mitarbeiterzufriedenheit. „Die Stimmung im Unternehmen ist enorm wichtig", findet er. Standesgemäße Partys gehören für ihn deshalb zur Firmenkultur einfach dazu. „Erst mal müssen wir jetzt hart arbeiten – und dann werden wir feiern."

 

ZUR PERSON

Christian Fürstaller, Jahrgang 1964, absolvierte Ausbildungen zum Kunstschmied, Schlosser und Landmaschinenmechaniker, bevor er 1984 als Hilfsbuchhalter in die Quehenberger Logistikgruppe eintrat. Sechs Jahre später war er bereits Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Prokurist. Nebenher war Fürstaller Verteidiger beim SV Casino Salzburg. Mit seinem Verein wurde er zweimal Österreichischer Meister, nahm am UEFA-Cup-Finale teil und spielte in der Champions League. Fünfmal trat er zu Länderspielen der Nationalmannschaft an – als letzter Halbprofi. 1996 stieg Fürstaller aus dem Fußballgeschäft aus. 2001 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden von Quehenberger ernannt. Nach dem Verkauf der Unternehmensgruppe an die Thiel Logistik AG wurde er auch in deren Vorstand aktiv. Ende 2003 wechselte er zu TNT Logistics und wurde hier CEO für Zentral- und Osteuropa. Mit dem Erwerb von AUGUSTIN Network und der re-gebrandeten Quehenberger Logistics führte er als geschäftsführender Gesellschafter 2009 und 2010 zwei traditionsreiche Salzburger Unternehmen zusammen. Er selbst hält 45 Prozent der Anteile.

 

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift "Transport" von Mercedes Benz erschienen.

Text: Ralf Poerschke



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